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Forderungsbesicherte Wertpapiere - was ist das?

 
Mir wurde hier schon mehrfach bei meiner Meinung nach fast unlösbaren Fragen sehr gut geholfen, weshalb ich mich auch heute wieder an die Expertenrunde wenden möchte. Und zwar geht es mir um die Frage, was genau forderungsbesicherte Wertpapiere sind.

Kennt sich jemand vielleicht damit aus und kann mir mit einfachen Worten erklären, was man unter dieser Form der Wertpapiere versteht? Ich wäre für jeden Hinweis dankbar, da ich bisher leider nur schwer verständliche Definitionen finden konnte, die für Laien einfach undurchsichtig sind.
  
Frisbee


 
 
 
Forderungsbesicherte Wertpapiere basieren meist auf Forderungen, die Banken an Kunden haben. Das können Darlehen und Kredite sein, aber auch andere Bankprodukte. Diese Produkte werden an eine Zweckgesellschaft veräußert, um in der Bank selbst wieder mehr Liquidität zu sichern. Die Zweckgesellschaft legt für die Forderungen Wertpapiere auf, um den Ankauf selbiger zu refinanzieren und die forderungsbesicherten Wertpapiere entstehen. Sie werden häufig als Asset Backed Securities oder ABS bezeichnet und sind unter diesem Begriff in der Finanzwelt auch deutlich geläufiger.

Für Banken ergibt sich mit der Veräußerung unterschiedlicher Forderungen, die zu einem Paket gebündelt werden, der Vorteil, dass sie frisches Kapital einnehmen. Dieses kann beispielsweise genutzt werden, um etwa Verbindlichkeiten abzubauen und damit die Bilanz zu verkürzen. Außerdem wird die Eigenkapitalquote erhöht. Ebenfalls verbessert sich das Rating der Banken, wenn sie forderungsbesicherte Wertpapiere vergeben. Statt einer Absenkung der Schulden können die eingenommenen Gelder natürlich ebenfalls eingesetzt werden, um sie wieder zu investieren, etwa in lukrativere Bankprodukte. Für die Kunden bedeutet der Verkauf der Bankenforderungen beispielsweise das Freiwerden neuer Kreditlinien, für die Banken hingegen wird die Liquidität verbessert.

Es können aber nicht nur Forderungen von Banken veräußert werden, sondern genauso Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Lizenz- und Franchisegeschäften und Leasingverträgen. Es sollte sich jedoch in der Regel um Forderungen handeln, deren Restlaufzeit bei etwa einem Jahr oder länger liegt.
  
FeWo
 
 
 
Selber hatte ich bisher auch noch nie mit solchen forderungsbesicherten Wertpapieren zu tun, aber wenn man eine Erklärung dazu sucht, dann wird man durchaus auch fündig und findet jede Menge an Einzelheiten dazu. So kann man zum Beispiel hier nachlesen, dass es sich bei forderungsbesicherten Wertpapieren um verzinsliche Wertpapiere handelt, bei denen wohl fast immer die Bildung einer Zweckgesellschaft vorausgeht. Dabei scheint es sich also um eine Art Forderungsverkäufe seitens der Bank zu handeln, wie beispielsweise nicht einbringbare Kredite. Alles in allem wohl eher etwas undurchsichtige Konstrukte von Wertpapieren, deren Handel man wohl lieber den einschlägigen Profis überlassen sollte.
  
einsteiger
 
 
 
   
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