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Umsatzsteuer - Pflicht oder nicht?

 
Ich möchte demnächst ein kleines Unternehmen eröffnen. Dabei stellen sich mir jetzt verschiedene Fragen, eine davon betrifft die Umsatzsteuer. Soll ich mich von Anfang an verpflichten, Umsatzsteuer auszuweisen und abzuführen oder ist es besser, ich nutze zunächst die Kleinunternehmerregelung? Lohnt sich diese überhaupt?

Falls ich mich eher für die Umsatzsteuerpflicht entscheiden sollte, was muss ich dabei alles beachten? Ich weiß, das sind viele Fragen auf einmal, aber dennoch wäre ich froh, wenn mir jemand diese beantworten könnte. Denn nach Möglichkeit will ich gleich alles so regeln, dass es Sinn macht.
  
Cosimo


 
 
 
Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, ob man sich für oder gegen die Umsatzsteuer entscheiden sollte. Grundsätzlich bietet die Befreiung von der Umsatzsteuer nach der Kleinunternehmerregelung gerade bei neu gegründeten Unternehmen einige Vorteile. So muss die Umsatzsteuer nicht auf den Rechnungen ausgewiesen und nicht ans Finanzamt weiter geleitet werden. Allerdings kann man auch die Umsatzsteuer, die auf Einkäufe anfällt, nicht absetzen.

Wer hohe Kosten bei den Einkäufen vermutet, weil er viel Material benötigt, sollte sich somit eher für die Umsatzsteuerpflicht entscheiden. Gleiches gilt, wenn vornehmlich gewerbliche Kunden bedient werden sollen. Diese nutzen lieber Dienstleister und Lieferanten, die die Umsatzsteuer ausweisen, um die eigene Umsatzsteuerzahlung zu senken. Dennoch sollte das immer im Einzelfall genauer betrachtet werden.

Entscheidet man sich nun gegen die Umsatzsteuer, muss man auf jeder Rechnung auf die Befreiung von der Umsatzsteuer nach der Kleinunternehmerregelung hinweisen. Wer sich jedoch für die Umsatzsteuer entscheidet, der sollte ebenfalls auswählen, ob er die IST- oder die SOLL-Versteuerung vorzieht. Erstere ist erfahrungsgemäß die bessere Variante, denn die Umsatzsteuer muss erst dann ans Finanzamt gezahlt werden, wenn die Rechnung, auf der sie ausgewiesen wurde, auch bezahlt ist.

Die Anmeldung der Umsatzsteuer erfolgt regelmäßig monatlich. Dabei muss sie bis zum 10. des Folgemonats abgegeben worden sein. Die Zahlung erfolgt dann bis zum 15. des Folgemonats, sofern das Finanzamt eine Einzugsermächtigung erhält. Selbstzahler müssen ebenfalls bis zum 10. zahlen. Weiterhin ist eine Dauerfristverlängerung auf Antrag möglich. Dabei ist die Anmeldung und Zahlung erst im übernächsten Monat fällig. Die Dauerfristverlängerung muss jedoch gesondert beantragt werden und ist meist bei einer Betriebsgründung noch nicht möglich.

Ebenso kann die Umsatzsteuer Voranmeldung quartalsweise erfolgen, wofür ebenfalls ein Antrag gestellt werden muss. Ein Zwölftel der erwarteten Umsatzsteuer muss dann jedoch im Voraus gezahlt werden. Außerdem bedeutet eine quartalsweise Anmeldung und Zahlung der Umsatzsteuer eine hohe finanzielle Belastung für Unternehmen, weshalb nur die wenigsten diese Variante nutzen.
  
Maxxe
 
 
 
Selbst wenn du die Umsatzsteuer ausweist, was soll denn da für dich großartig besser sein? Diese Steuereinnahme musst du doch sowieso abführen, also hast du dadurch mal gar keine Vorteile. Aber auch ohne Steuerberater findet man vorab ganz gute Informationen zur Umsatzsteuerpflicht für Kleinunternehmer oder auch Freiberufler. Vielleicht hilft dir ja diese Seite erstmal weiter, denn dort ist das Thema, was Selbständige bei der Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer beachten sollten, ganz gut erklärt. Aber starte erst einmal dein Unternehmen erfolgreich und das mit der Steuer ergibt sich dann schon von selbst.
  
Lalilu
 
 
 
   
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