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Hypotheken Zinssätze - fest oder variabel?

 
Wir möchten uns ein Häuschen bauen und sind nun auf der Suche nach der richtigen Finanzierung. Dabei kommt vielleicht auch eine Hypothek in Frage, dabei sind wir uns jedoch unschlüssig, ob wir beim Thema Hypotheken Zinssätze feste oder variable Zinsen vereinbaren sollten. Auch ist fraglich, wie lange die Laufzeit sein soll.

Mein Vater ist schwer krank, sollte er sterben, erwarten wir daraus ein hohes Erbe und wollten damit dann die Hypothek abzahlen. Ich wünsche es meinem Vater auf keinen Fall, nur wäre es ja schade, wir hätten das Geld und könnten wegen langer Zinsbindung die Hypothek nicht abzahlen.
  
Clipper


 
 
 
Also grundsätzlich kommt es bei diesem Thema immer auf den Einzelfall an. In der Regel empfiehlt man jedoch, feste Hypotheken Zinssätze zu vereinbaren, da so eine bessere Planbarkeit gegeben ist. Meist handelt es sich um ein Annuitätendarlehen, das mit der Hypothek einhergeht, so dass die Raten über die gesamte Laufzeit gleich bleiben, sich innerhalb dieser nur die Anteile an Zins und Tilgung unterscheiden bzw. sich im Laufe der Zeit verschieben. Die festen Zinssätze werden dann über die gesamte Laufzeit, also regelmäßig zwischen fünf und 20 Jahren festgelegt. So kann man sich insbesondere niedrige Zinsen, wie sie aktuell gelten, besonders lange sichern.

In dem Fall, der hier beschrieben ist, muss man auch genauer hin schauen. Gibt es bereits eine Aussage zur noch verbleibenden Lebenserwartung des Vaters? Sollte diese nur noch zwei Jahre betragen, würde ich eine variable Hypothek aufnehmen. Dann kann diese jederzeit zurück gezahlt werden. Ansonsten lohnt sich auch eine Hypothek, die langfristig angelegt ist. Denn nach Ablauf von zehn Jahren kann der Darlehensnehmer die Hypothek ohnehin mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Dann wird auch bei einer vereinbarten Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, wenn das Darlehen vorzeitig zurück gezahlt wird.

Schwierig ist die Entscheidung aber auch aufgrund der persönlichen Belange, denn schließt man die variable Hypothek ab, dann wartet man ja insgeheim darauf, dass einem das Erbe zufällt. Um reinen Gewissens leben zu können, würde ich eine Zinsbindung von über zehn Jahren anvisieren, die dann gekündigt werden kann, sollte das Erbe bereits vorzeitig ausgezahlt worden sein. Alternativ kann man damit auch evtl. Reparaturen am Haus durchführen, ohne einen zusätzlichen Kredit aufzunehmen. Aber letztlich ist das Ganze eine persönliche und auch recht schwierige Entscheidung.
  
Preusse
 
 
 
Manche Banken schließen die Laufzeiten von Hypothekenkrediten bis zu 30 Jahren ab, aber solch eine feste Zinsbindung, die würde ich mir auch schwer überlegen. Es kommt natürlich auch immer auf die Höhe des Hypothekendarlehens an, aber dennoch würde ich eher auf kürzere Laufzeiten bei einer Hypothek setzen. Aber ganz so pauschal kann man es nicht sagen, ob nun variable oder feste Hypothekenzinsen vorteilhafter sind. Die unberechenbarste Komponente hierbei, das sind die großen Schwankungen am Kapitalmarkt und respektive bei den Hypothekenzinsen. Da braucht man schon ein gutes Näschen.
  
Wolke7
 
 
 
   
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