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Umschuldung aus Argentinien?

 
Ich habe vor einigen Jahren argentinische Staatsanleihen gekauft. Und davon leider nicht gerade wenige. Da sich das Land nun seit geraumer Zeit in absoluter Zahlungsunfähigkeit befindet und keinen einzigen seiner Gläubiger, und sei er auch noch so groß und wichtig, mehr bedient, sitze ich jetzt auf meinem Schuldschein und werde ihn weder los, noch sehe ich einen einzigen Cent Zinsen.

Nun heißt es, die argentinische Regierung plane, eine große Umschuldung Argentinien durchzuführen, bei welcher die Staatsanleihen mit einem Verlust von bis zu 60% des Nennwerts eingetauscht würden. Die andere Alternative sei ein 100 prozentiger Verlust, sollte man dieses Angebot nicht annehmen. Da ein Verlust von 60% ja ziemlich schmerzt, möchte ich mich damit eigentlich nicht abfinden. Was kann ich tun? Kann man juristisch dagegen vorgehen?
  
Cosimo


 
 
 
Diese Problematik ist beispiellos. Natürlich sind 60% Verlust enorm. Aber welche anderen Möglichkeiten hast du? Wenn Argentinien sagt, dass man ansonsten 100% seiner Anleihe verlieren wird, dann hat man eigentlich keine andere Wahl. Eigentlich handelt es sich bei diesem Angebot noch um ein Entgegenkommen. Wenn ein großes Unternehmen zahlungsunfähig wird, dann sehen die Gläubiger in der Regel gar kein Geld mehr.

Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen, dass Sie ab diesem Zeitpunkt dann wenigstens eine Rendite erwarten können, die bislang wohl gänzlich ausgeblieben ist. Insofern gibt es keine andere Möglichkeit und Sie sollten tunlichst auf das Angebot eingehen. Ändern können wir an den Umständen gar nichts und juristisch wird es auch nicht möglich sein, sein Geld wiederzubekommen, da ein zahlungsunfähiger Schuldner auch durch ein Gerichtsverfahren nicht wieder zahlungsfähig wird.
  
Maxxe
 
 
 
Dass gerade solche exotischen Staatsanleihen immer sehr risikobehaftet sind, das sollte sich ja mittlerweile wohl überall herumgesprochen haben. Alleine schon das Währungsrisiko sollte man ja nicht unterschätzen und ein Totalverlust ist zwar ziemlich selten, aber nicht unmöglich. Natürlich ist 60% Verlust ein harter Schlag, aber was will man denn machen? Ehe man alles verliert, dann nimmt man eben die 40% und dagegen juristisch vorzugehen, das wird wohl auch nichts bringen. Da hast du garantiert mehr Kosten am Bein, als was die Sache einbringt.
  
walker
 
 
 
   
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